Eine Terrassenstadt ist ein visionäres urbanes Lebensmodell, das nachhaltiges Wohnen, gemeinschaftliches Arbeiten und lokale Selbstversorgung in einer dichten Stadtstruktur vereint. Sie besteht aus mehreren Terrassenhäusern, die sich vertikal in Etagen organisieren und gemeinsam ein funktionales, eng vernetztes Kreisdorf bilden. Jedes Haus ist ein neu genutztes, verlassenes Industrie- oder Bürogebäude – neu gedacht und ökologisch saniert für eine nachhaltige Zukunft, in der Ressourcen immer knapper werden.
Ein Terrassenhaus ist modular aufgebaut und beherbergt rund 150 Menschen. Ein Beispiel dafür ist ein Gebäude mit zehn Etagen, bei dem jede Etage eine spezifische Funktion übernimmt – von Nahrungsmittelproduktion über Energiegewinnung bis hin zu Bildung oder Handwerk. Die Größe kann dabei flexibel angepasst werden: je nach Standort, Gebäudegrundlage und Bedarf kann ein Terrassenhaus kleiner oder größer ausfallen. Die begrünten Terrassenflächen werden dabei nicht nur bepflanzt, sondern stets mit Arbeit goutiert: Landwirtschaft, Pflege, Erholung oder Austausch finden hier gleichzeitig statt. Die Bewohner:innen leben in altersgemischten Mikrogemeinschaften, in denen Jung und Alt voneinander lernen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Besonders ist die Spezialisierung der Häuser: Während jedes Haus weitgehend autark ist, können sich einzelne Häuser auf bestimmte Ressourcen konzentrieren – zum Beispiel Saatgut, Textilproduktion oder Heilpflanzen –, die sie mit anderen Häusern teilen. So entsteht ein resilientes Netzwerk der Selbstversorgung.
Das Leben im Terrassenhaus ist freiwillig gewählt – die Menschen entscheiden sich bewusst für eine Form des Wohnens, die auf Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Suffizienz setzt. Es ist kein Leben im Übermaß, sondern ein Leben im Gleichgewicht mit den Ressourcen des Hauses. Auf Luxus im konventionellen Sinn wird verzichtet – stattdessen wird Wert auf Lebensqualität, Sinnhaftigkeit und Teilhabe gelegt. Der Konsum richtet sich nach dem, was lokal erzeugt, geteilt oder getauscht werden kann.
Ebenleben zeigt: Urbane Subsistenzwirtschaft ist möglich. Es ist ein Modell für die Stadt des 21. Jahrhunderts – nah, solidarisch, ökologisch und zukunftsfähig. Die Idee ist dabei anpassbar an verschiedene Städte, Länder und Klimazonen – jede Umsetzung kann lokal angepasst werden, je nach geografischen, kulturellen oder ökologischen Bedingungen.
Analyse des Konzepts anhand von Designfiktion Kritierien.
#1 Bezug zur eigenen Lebenswelt
Das Konzept spricht aktuelle Wohnungsnot und Vereinsamung an – viele könnten sich vorstellen, in Gemeinschaft zu leben, wenn Privatsphäre gewahrt bleibt. Allerdings wirkt die strikte Arbeitsteilung (z.B. Pflicht zur Terrassenarbeit) für moderne Individualisten abschreckend. Lösung: Freiwillige Arbeitsmodule statt verpflichtender Strukturen, um unterschiedliche Lebensentwürfe zu integrieren.
#2 Relevanz gesellschaftlicher Themen
Klimakrise und Urbanisierung werden klug adressiert, aber die soziale Komponente bleibt vage. Wie werden Konflikte in der Mikrogemeinschaft gelöst? Idee: Explizite Konfliktmediationsräume und rotierende Verantwortlichkeiten, um Machtkonzentration zu vermeiden.
#3 Gestalterische Zuspitzung
Die Terrassenmetapher ist einprägsam, aber die "perfekte" Autarkie wirkt utopisch. Stärkere Pointierung: Szenarien zeigen, was passiert, wenn ein Haus seine Spezialressource verliert – etwa Ernteausfälle durch Extremwetter. Das macht Resilienz greifbarer.
#4 Symbolik und Metaphern
Der Kreisdorf-Ansatz transportiert Nachhaltigkeit gut, aber "Luxusverzicht" ist zu abstrakt. Konkreter: Symbolische Gegenüberstellung – z.B. ein privater Balkon vs. eine geteilte Terrasse – um Trade-offs sichtbar zu machen.
#5 Narrative Konsistenz
Die Logik der Ressourcenteilung ist schlüssig, doch die Skalierbarkeit wird nicht hinterfragt. Kritische Ergänzung: Wie verhindert man, dass das Netzwerk kollabiert, wenn ein Haus aussteigt? Blockchain-Lösungen für faire Verrechnung wären eine Denkrichtung.
#6 Irritative Reibung
Der freiwillige Verzicht irritiert kapitalistische Denkmuster, aber das Konzept bleibt harmlos. Provokation einbauen: Was, wenn Terrassenstädter:innen "Überflüssige" aus umliegenden Konsumgesellschaften aufnehmen müssen? Das würde ethische Dilemmata aufwerfen.
#7 Varianz
Es fehlen Gegenmodelle: Wie sähe eine Terrassenstadt in extremer Trockenheit aus? Oder als Gentrifizierungsprojekt? Erweiterung: Dystopische Varianten entwickeln – z.B. Terrassenhäuser als Eliten-Enklaven, die sich gegen Klimaflüchtlinge abschotten.
Reality Check anhand aktueller Studien und Forschung.
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Relektiert die Kernideen des Konzepts und generiert vereinfachte Varianten - die mit niederschwelligen Methoden und Materialien umsetzbar sind.
Reflektiert die ethische Perspektive auf das Projekt - sucht und hinterfragt kritische blinde Flecken im Konzept und entwickelt erbauliche loesungsorientierte Fragestellungen.
Reflektiert zugrundeliegende intrinsische Motivation des Projektes - untersucht diese kritisch und reflektiert mit erbaulichen Fragestellungen.
Zeigt Verbindungen oder interessante Überschneidungen zu anderen Konzepten innerhalb dieser BREEDER Instanz.
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