KI & Zugänglichkeit von Kunst durch Graffiti
In einer Welt, in der Künstliche Intelligenz zunehmend kreative Prozesse übernimmt, stellt sich die Frage: Macht KI Kunst wirklich zugänglicher – oder ist das nur eine Illusion? Dieses Projekt untersucht die Schnittstelle zwischen Technologie, Kunst und Gesellschaft, insbesondere durch das Medium Graffiti – eine Kunstform, die traditionell als unmittelbarer Ausdruck sozialer und politischer Realität dient.
Was bedeutet Zugänglichkeit? Zugänglichkeit in der Kunst kann vieles bedeuten: Zugang zur Rezeption (Kunst sehen, erleben), zur Produktion (selbst Kunst schaffen) oder zur Teilhabe an Diskursen über Kunst. KI scheint diese Schwellen zu senken. Plötzlich kann jede*r mit wenigen Textzeilen ein "Kunstwerk" erschaffen. Aber ist das wirklich Zugang – oder bloß eine Simulation von Kreativität?
Die Rolle von KI in der Kunst Viele nutzen KI-Werkzeuge nicht aus Notwendigkeit, sondern weil sie zunehmend normalisiert werden. Kreativität wird damit automatisierbar – aber auch entkoppelt von menschlicher Intention und Erfahrung. Was passiert, wenn KI-Graffiti normalisiert wird? Wird es politisch – oder bloß visuelle Oberfläche ohne Haltung?
Graffiti als Spiegel der Gesellschaft Graffiti war und ist ein Mittel des Widerstands, der Identitätsbildung, der Reaktion auf Missstände. Es ist kollaborativ, spontan, ortsbezogen und riskant. Was passiert, wenn nun ein KI-Wesen beginnt zu taggen – generiert, algorithmisch, ohne eigenes Risiko, ohne menschliches Gefühl für den Ort?
KI und der Mythos der Kreativität Künstliche Intelligenz wirkt auf den ersten Blick wie ein kreatives Wesen: Sie generiert Bilder, Texte, Musik. Doch bei näherem Hinsehen zeigt sich: KI erschafft nichts wirklich Neues. Sie rekombiniert. Sie errät. Sie folgt Wahrscheinlichkeiten – keine Intuition, keine Absicht, keine Erfahrung.
Wir steuern – aber wie bewusst? Obwohl wir die Prompts schreiben, denken wir oft, die KI sei „kreativ“. Das ist eine Illusion. In Wahrheit handelt es sich eher um eine Automatisierung von Ästhetik – ein Simulieren von Kreativität. Doch das birgt eine Gefahr: Wenn wir anfangen zu glauben, dass KI schöpferisch ist, verlernen wir womöglich, was echte Kreativität eigentlich bedeutet: Widerstand, Irritation, Subjektivität, Scheitern.
Analyse des Konzepts anhand von Designfiktion Kritierien.
Reality Check anhand aktueller Studien und Forschung.
KI senkt technische Barrieren (z. B. durch Tools wie DALL-E oder Midjourney), aber Zugänglichkeit ist mehr als Bedienbarkeit. Graffiti lebt von physischer Präsenz, Risiko und sozialer Einbettung – alles Aspekte, die KI nicht replizieren kann. Laut Bourdieus "Die feinen Unterschiede" bleibt kulturelles Kapital (Wissen, Kontext) entscheidend – KI generiert Ästhetik ohne sozialen Code.
Graffiti als Widerstandsform (vgl. Chalfant & Prigoffs "Subway Art") verliert an Aussagekraft, wenn es algorithmisch generiert wird. KI-Graffiti wäre dekontextualisiert, da es keine lokalen Bezüge oder subjektive Haltung abbildet. Pragmatischer Ansatz: KI könnte als Werkzeug für Entwürfe dienen, die dann manuell umgesetzt werden – so bleibt die physische Geste erhalten.
KI bestätigt Margaret Bodens These, dass Kreativität auf bekannten Mustern basiert ("The Creative Mind"). Doch menschliche Kreativität integriert bewusste Regelbrüche und existenzielle Erfahrungen – etwas, das KI nicht leisten kann. Risiko: Wenn KI-Kunst als "gleichwertig" wahrgenommen wird, könnte das zu einer Entwertung handwerklicher und konzeptueller Skills führen.
Ohne klare Trennung zwischen Tool und Akteur droht eine Verflachung von Kunst zu dekorativer Datenverarbeitung.
ᏰᏒᏋᏋᎴᏋᏒ LLM is working now...
Relektiert die Kernideen des Konzepts und generiert vereinfachte Varianten - die mit niederschwelligen Methoden und Materialien umsetzbar sind.
Reflektiert die ethische Perspektive auf das Projekt - sucht und hinterfragt kritische blinde Flecken im Konzept und entwickelt erbauliche loesungsorientierte Fragestellungen.
Reflektiert zugrundeliegende intrinsische Motivation des Projektes - untersucht diese kritisch und reflektiert mit erbaulichen Fragestellungen.
Zeigt Verbindungen oder interessante Überschneidungen zu anderen Konzepten innerhalb dieser BREEDER Instanz.
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